Für einige Sachen brauchten wir Essensmarken.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Fleisch hatten wir schon noch, wir schlachteten selbst. Auch während des zweiten Weltkrieges kamen wir so noch recht gut durch, aber man musste schon schauen. Für einige Sachen brauchten wir Essensmarken. weiterlesen

Die Gewerbe im Dorf

Clau Soler
Clau Solèr

Industrie gab es keine. Die Gemeinschaften, die Dorfschaften hatten immer Leute, welche die Fähigkeiten hatten und die Sachen herstellen konnten, die man gerade brauchte. Die Gewerbe im Dorf weiterlesen

Ich bin viel herumgereist und habe Mal das und Mal jenes getan.

Berta Candinas
Berta Candinas

Mein Mann war 34, als wir heirateten, ich 37. Als ich aus der Schule kam, liessen sie mich nach Ingenbohl in die Haushaltungsschule gehen. Wir hatten eine ledige Tante, die hatte immer zu meinen Grosseltern geschaut. Sie hatte gesagt “du bist wie geschaffen dafür”, so bin ich in der ganzen Schweiz herumgereist und habe Mal das und Mal jenes getan. Ich bin viel herumgereist und habe Mal das und Mal jenes getan. weiterlesen

Man kann es sich kaum vorstellen, dass sie früher die Kraft zum Arbeiten hatten.

Augustin Candinas
Augustin Candinas

Wir hatten eine Waldgruppe in Val und es herrschte grosse Armut. Ausser Polenta und Polenta von morgens bis abends gab es nichts. Eines Tages fragten sie meinen Vater “hättest du nicht ein paar Ferkel?” Man kann es sich kaum vorstellen, dass sie früher die Kraft zum Arbeiten hatten. weiterlesen

Singen und Tannenzapfen sammeln für den Ausflug

Augustin Candinas
Augustin Candinas

Am Ende des zweiten Weltkrieges, 1945 hatte Bischof Caminada ein Dekret herausgegeben, nachdem alle Knabenschaften ein Datum erhielten, an dem sie sich in Einsiedeln vorstellen mussten. Singen und Tannenzapfen sammeln für den Ausflug weiterlesen

Zur Kriegszeit musste keine Familie in Vals darben.

Luzi Heini ca. 1960
Luzi Heini ca. 1960 © privat

Unsere Familie – überhaupt alle Familien in Vals mussten zur Kriegszeit nicht darben. Alle waren Bauern, hatten Milch und Fleisch, immer genug zu essen. Für gewisse Lebensmittel, zum Beispiel Eier, brauchte es Marken. Daran kann ich mich noch erinnern. Mein Vater musste keinen Aktivdienst leisten, weil er bereits älter war. Er musste aber andern Familien, deren Väter im Militär waren, beim Heuen und andern Arbeiten helfen. Das Ende des Krieges habe ich noch in Erinnerung. Lehrer Mirer war mit uns auf Schulreise nach Luzern. Bei der Tellsplatte hiess es plötzlich, der Krieg sei fertig. Zuhause konnten wir noch nicht Radio hören, es rauschte immer, die Mittelwellen störten ständig, Erst später über UKW funktionierte das Radio einwandfrei.

Die Ladenglocke läutete fast zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Helena Derungs-Jörger ca. 1975
Helena Derungs-Jörger ca. 1975 © privat

Nach der Schule mussten wir den „Schulschoss“ (Schulschürze) sofort ablegen, banden uns die Arbeitsschürze um und halfen selbstverständlich im Betrieb mit Die Ladenglocke läutete fast zu jeder Tages- und Nachtzeit. weiterlesen