Waschen mit Asche im halben Baumstamm

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Ins Kloster bin ich mit 22 Jahren. Früher gingen viele ins Kloster und es gab auch viele Pfarrer bei uns im Dorf. Da gab es noch die Burg von S. Placi. Die wurde bei einem Unwetter zerstört. Das Gut Bubretsch gehörte auch dazu. Die hatten auch eine Zisterne, wo sie das Wasser raufholen mussten. Zu meiner Zeit gab es schon Brunnen im Dorf aber die waren aus Holz, aus einem halben Baumstamm. Waschen mit Asche im halben Baumstamm weiterlesen

Schnapsbrenner, Kesselflicker und Krämerin

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Schmieden gibt es heute kaum mehr. Früher musste sie die Pferde beschlagen oder die Eisen um die Räder der Pferdekarren schmieden.

Dann weiss ich noch, dass man Flachs in den Pfützen auslegte. Schnapsbrenner, Kesselflicker und Krämerin weiterlesen

Kränze für die Kühe

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Damals gab es schon die Alpabzüge mit den geschmückten Tieren. Wir hatten Kühe und einige Zeit ein paar Ziegen, später dann auch noch Schafe.  Kränze für die Kühe weiterlesen

Wenn schlechtes Wetter war, hatte man schon ein Bisschen Angst.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Können Sie sich an Unglücke oder Unwetter erinnern?

Ich selbst kann mich nicht erinnern, aber ich weiss noch, dass meine Eltern davon erzählten. Wirklich gefährlich war der Rhein aus der Val Sumitg. Wenn schlechtes Wetter war, hatte man schon ein Bisschen Angst. Wenn schlechtes Wetter war, hatte man schon ein Bisschen Angst. weiterlesen

Man war der Natur schon näher.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Können Sie sich an Sagen oder Fabeln erinnern?

In der Val Sumvitg erzählten sie die Sage des „Paul Luziet“. Der lebte da hinten ganz isoliert und spielte manchmal seine Streiche. Uns drohten sie höchstens mit der “Metta da fein”. Das war die Sage der alten Frau mit der Sense, die kam, wenn man durch die Felder lief und das Heu niedertrampelte. Man war der Natur schon näher. weiterlesen

Man hielt sich viel mehr an diese Rituale.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Wie war der Brauch, wenn jemand starb?

Wenn jemand starb, legten sie den Leichnam noch in die Stube. Da kamen alle zum Rosenkranzgebet, der grosse Rosenkranz wurde gebetet. Dann gab es einen Imbiss und wer noch wollte, blieb dann noch einmal für einen Rosenkranz. Das blieb dann so bis zur Beerdigung. Man hielt sich viel mehr an diese Rituale. weiterlesen

Der Arzt kam sogar manchmal auf Skiern.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Zeitungen hatten wir die “Romontscha”, das Tagblatt und dann hatte der Vater während des Krieges die “Zürcher Zeitung” abonniert. Die enthielt mehr Informationen und so war er auf dem Laufenden. Dann gab es noch den “Pelegrin”, “Igl ischi”, “Il tschespest”, den “Calender romontsch”. Ich las gerne. Der Arzt kam sogar manchmal auf Skiern. weiterlesen

Männer und Frauen, das wurde schon noch viel separat gehalten.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Männer und Frauen, das wurde schon noch viel separat gehalten. Die Frauen gingen nicht oft in den Stall, das war eher Männerarbeit. Die Frauen waren eher im Haus, die Männer nicht. Männer und Frauen, das wurde schon noch viel separat gehalten. weiterlesen

Früher war man zufriedener.

Gerasina Candinas
Sr. Gerasina Candinas

Haben Sie das Gefühl, die Welt sei heute besser oder, dass es früher besser war?

Och, das ist schwer zu sagen. Damals war ein ganz anderes Leben, alles einfacher. Aber nicht, dass es schlechter gewesen wäre – es hatte auch seine Mängel damals. Früher war man zufriedener. weiterlesen